Test: Die BLACKROLL

Kleine Rolle, große Wirkung

Frage: Was haben Bastian Schweinsteiger, Dirk Nowitzki und Robert Harting gemeinsam? Antwort: Alle drei Profi-Sportler nutzen ein unscheinbares zylinderförmiges Übungsgerät namens BLACKROLL. 

Wie funktioniert die BLACKROLL?

Das Einsatz- und Wirkungsgebiet der schwarzen Rolle ist vielfältig. Sie soll unter anderem die Leistung, Flexibilität, Durchblutung und Regeneration der Muskeln fördern sowie typischen Muskelverletzungen vorbeugen. Die BLACKROLL nutzt den gleichen Effekt, der u.a. auch bei Sportmassagen erreicht werden soll. Das Ziel ist die sogenannte myofasziale Entspannung, im Fall der BLACKROLL mittels Selbstmassage. Die Faszie ist ein Bindegewebe, das alle Muskeln, Knochen, Nerven, Organe und Gelenke umhüllt und durchdringt. Faszien sorgen dafür, dass alle Teile des Körpers in ihrer Gesamtheit zusammengehalten werden, sie fungieren gleichzeitig als eine Art Stoßdämpfer. Die Forschung auf dem Feld der Faszien ist verhältnismäßig jung, was teilweise zu Uneinigkeiten im Hinblick auf Definitionen führt.


Die BLACKROLL Standard  (©BLACKROLL / Sebastian Schöffel)


Myofasziale Entspannung

Der Begriff der myofaszialen Entspannung wird seit den 1980er verwendet und umfasst diverse physiotherapeutsche Ansätze wie beispielsweise Massagen. Generell sollen Verengungen und Verhärtungen in den Faszien aufgehoben bzw. die Elastizität der Faszien verbessert werden. Die Annahme, dass entsprechende Übungen Muskelschmerzen lindern und die Durchblutung erhöhen können, wird durch diverse Studien unterstützt. Oftmals wird die Faszien-Struktur mit der eines Schwammes verglichen. Während ein trockener Schwamm porös und brüchig ist, zeichnet sich ein feuchter Schwamm durch hohe Elastizität aus. Einige Wissenschaftler gehen deshalb davon aus, dass durch regelmäßig angewendete myofasziale Entspannungstechniken die wasserhaltigen Faszien rehydriert werden können, was sich wiederum positiv auf die Elastizität auswirkt.


BLACKROLLS für unterschiedliche Zwecke (©BLACKROLL / Sebastian Schöffel)

 

Das macht die BLACKROLL

Mit der richtigen Nutzung der BLACKROLL können die positiven Effekte der myofaszialen Entspannung ausgenutzt werden, sodass sie sich als unkompliziertes Trainingsgerät zur Förderung der Regeneration und Muskelentspannung empfiehlt. Untersuchungen deuten darauf hin, dass das Rollen vor dem Training die Flexibilität der Muskeln verbessert und infolgedessen die Verletzungsgefahr während des Workouts bzw. der Aktivität reduzieren kann. Die Anwendung der BLACKROLL nach der Anstrengung kann aufgrund der verbesserten Durchblutung einen folgenden Muskelkater bedeutend abschwächen und teilweise sogar verhindern.


Fazit

Die BLACKROLL ist selbstverständlich weder Zauber- noch Allheilmittel. Viele Studien weisen jedoch auf die positiven Effekte myofaszialen Trainings hin, von denen Sportler profitieren können. Die BLACKROLL kann als Selbstmassage-Übungsgerät dazu beitragen, Muskelverletzungen zu verhindern und die Regeneration zu verbessern. Auch die Körperwahrnehmung wird verbessert. Neben der Standard-BLACKROLL gibt es weitere BLACKROLL-Ausführungen, die sich in erster Linie durch den Härtegrad voneinander unterscheiden.


Mögliche Anwendungen




Oberer Rücken










Wade











Seitlicher Oberschenkel










Gesäß











Oberschenkel Vorderseite





Hier findet Ihr alle BLACKROLLS

Autor

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Jonas ist für den Bereich "Contents & Research" zuständig und seit April 2014 Teil des fitogram Teams.