Training in der Schwangerschaft | Darum ist es wichtig

Cindy Wolter über die Bedeutung von Sport in der Schwangerschaft

Kann ich in der Schwangerschaft trainieren und wenn ja, welche Trainingsmethoden eignen sich für Schwangere?

Sport in der Schwangerschaft?

Viele Frauen sind unsicher, was sie in der Schwangerschaft machen dürfen und was nicht. Man sollte auf einige Sachen verzichten, das gilt nicht für den Sport! Ein spezielles Training, das auf schwangere Frauen abgestimmt ist, steigert dein Wohlbefinden und kann typischen Schwangerschaftsbeschwerden vorbeugen.

Alltagsdinge fallen plötzlich schwer: Das Anziehen oder Bücken kann zur Qual werden, wenn man mit Übelkeit kämpft. Das Herz-Kreislauf-System ist plötzlich nicht mehr so stark wie vor der Schwangerschaft, und einige Frauen haben so auch gar keine Motivation zum Training.

Aber gerade der Schwangerschaft tut Bewegung deinem Körper sehr gut! Sport hilft dabei, sich gut auf die Geburt vorzubereiten und stärkt den Körper, der er jetzt mehr zu tragen hat und viel leisten muss. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in der Schwangerschaft fit zu bleiben. Wichtig ist dabei immer, auf den eigenen Körper zu hören und mögliche sportliche Aktivität immer mit einem Arzt zu besprechen.

So trainierst Du richtig in der Schwangerschaft

Durch Walken in der Schwangerschaft trainierst du dein Herz-Kreislauf-System auf sanfte Art, das schnelle Gehen ist gelenkschonend, was wichtig ist, da die Bänder und Sehnen weicher werden. Das Ausdauertraining bereitet dich auf die Geburt vor und wirkt sich positiv auf deinen Körper aus.
Krafttraining – insbesondere für Rücken und Beckenboden sowie Arme und Beine – sollte im Trainingsplan für werdende Mamas nicht fehlen. Muskelaufbau ist wichtig, gerade weil der Körper Monat für Monat mehr zu tragen hat. Übungen mit Theraband, Loopbändern oder einfache Funktions- und Pilatesübungen eignen sich sehr gut für den Sport in der Schwangerschaft. Hier gilt: Weniger ist mehr! Ruckartige Bewegungen sind tabu, genauso wie bis zur Erschöpfung zu trainieren.
Sanftes Training mit langsamen Bewegungen und höheren Wiederholungszahlen (z.B. 3x 20), trainiert die Kraftausdauer und ist gut für den Körper. Auch hier gilt „Höre auf deinen Körper“. Wenn du Schmerzen hast oder es im Bauchbereich zieht, stoppe den Sport und bespreche dich mit deinem Arzt!
Beckenbodentraining ist sehr wichtig und gehört in jeden Trainingsplan für Schwangere und Frauen nach der Geburt. Dieser Muskelbereich muss bei der Geburt Höchstleistungen erbringen und sollte davor wie auch danach bewusst trainiert werden. Es gibt drei Muskelschichten, die den Beckenboden umfassen und diese müssen auch alle angesprochen werden, nur so beugt man Beschwerden wie Inkontinenz oder Blasensenkung vor.
In einem Sportprogramm für Schwangere sollte neben dem Ausdauer- und Kraftraining auch eine Entspannungseinheit eingebaut sein, in der nochmal die Atmung und das „Spüren“ des Beckenbodens trainiert werden und die Frauen sich ganz auf ihrer Körpermitte konzentrieren.

Also hoch von der Couch, rein in die Sportsachen, es tut dir, deinem Körper und dem Baby gut!


Sportliche Grüße

Cindy Wolter

Prä- und Postnataltrainerin | Fitnesstrainerin | Massagetherapeutin