CrossFit-Markt | Studie 2015 | PDF-Download

CrossFit in Deutschland | Marktübersicht | Entwicklung und Trainingsverhalten

fitogram hat zum ersten Mal die deutsche CrossFit-Landschaft analysiert. Hier die offiziellen Studien-Ergebnisse.

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CrossFit in Deutschland

CrossFit verzeichnet in Deutschland starkes Wachstum. Knapp 190 Boxen gab es im September 2015, mittlerweile sind es über 230 CrossFit-Boxen (Stand: Oktober 2016). In praktisch allen Großstädten ist mindestens ein Affiliate aktiv, viele der Boxen wurden erst zwischen 2015 und 2016 gegründet.

Auch in kleineren Städten entstehen neue Affiliates, CrossFit ist schon lange kein “Großstadt-Trend” mehr.


  • Wir haben im ersten Teil der Studie anhand einer Stichprobe von rund 3000 CrossFittern und mehr als 100.000 Buchungsvorgängen das Trainingsverhalten analysiert.


  • Der zweite Studien-Teil beinhaltet die Ergebnisse einer Umfrage unter 100 Box-Ownern, in der unter anderem die Ausstattung, die Gründungsphase sowie die Erwartungen der Boxen thematisiert wird.

Die deutsche CrossFit-Landschaft ist aufgrund des Lizenznehmer-Prinzips (Affiliates) im Hinblick auf das Angebot relativ homogen. Das Training selbst ist durch die Trainer und Trainerinnen geprägt. Die Übungen werden manchmal durch spezielle oder abgewandelte Variationen erweitert, der Kern ist jedoch das Workout of the Day (WOD).

Bei allen verbindenden Elementen unterscheiden sich die Boxen auch in einigen Punkten - sie sind unterschiedlich ausgestattet und haben jeweils eine einmalige Trainingsatmosphäre. Ebenso variieren Vertragsarten, Mitgliedsbeiträge und Kurszeiten.


In Deutschland trainieren insgesamt 23.000 CrossFit-Athleten in rund 190 Boxen. Seit 2012 hat sich die Zahl der Athleten und Athletinnen mehr als versechsfacht. CrossFit hebt sich nochmal vom allgemeinen Fitness-Aufschwung ab und ist das am schnellsten wachsende Trainingssystem der letzten zwei bis drei Jahre. Rund 60 Prozent der CrossFitter sind männlich.


Verträge und Preise

Praktisch alle Boxen bieten Flatrates und Zehnerkarten an. Zudem gibt es Verträge mit monatlicher Zahlungsweise, die das Trainingspensum auf zwei, drei oder viermal pro Woche beschränken.

Das Probetraining ist fast immer kostenlos. Die Preis-Unterschiede für eine Mitgliedschaft fallen insgesamt recht gering aus, insbesondere im direkten Vergleich mit anderen Fitnessanbietern wie beispielsweise Fitnessstudios.

Die Angebotsstruktur unterscheidet sich jedoch zum Teil erheblich, nicht alle Boxen bieten beispielsweise ein- oder sechsmonatige Laufzeiten an. CrossFit befindet sich innerhalb des “Fitness-Spektrums” im hochpreisigen Segment, was primär mit dem Kleingruppen-Training und der daraus resultierenden individuellen Betreuung zusammenhängt.

Die beliebteste Vertragsart ist die Flatrate, die ein Training ohne Kurs-Begrenzung ermöglicht. Knapp 77 Prozent aller CrossFitter wählen diese Mitgliedschaft. Frauen wählen die Flatrate etwas seltener (74 Prozent) als Männer (80 Prozent).


Trainingsfrequenz


Dass CrossFitter hart trainieren, weiß jeder. Wir haben uns deshalb gefragt: Wie oft nehmen die Athleten und Athletinnen wirklich an den Kursen teil? Für die Erhebung wurden alle CrossFitter berücksichtigt, die mindestens einen Monat Mitglied sind und wissen, was sie in den WODs erwartet.

Männer und Frauen trainieren gleich oft, nämlich im Schnitt rund zweimal pro Woche! Nur bei den limitierten Vertragsoptionen weisen Männer ein etwas höheres Trainingspensum auf. Die geringste Trainingsfrequenz zeigt sich bei CrossFittern, die mit einer 10er Karte ausgestattet sind - sowohl Athleten als auch Athletinnen trainieren in diesem Fall seltener als einmal pro Woche.

Insgesamt lassen sich in puncto Trainingshäufigkeit keine signifikanten Unterschiede zwischen Athleten und Athletinnen feststellen. Männer buchen lediglich die Flatrate-Mitgliedschaft etwas häufiger als Frauen. Eine entsprechend hohe Trainingsfrequenz ist für die meisten Sportarten mit vergleichbar hoher Intensität im Amateurbereich sowie in der Großzahl der Fitnessstudios nicht zu erwarten.

Das vermeintliche Klischee der hart trainierenden CrossFitter findet in dieser Statistik eine deutliche Bestätigung.

Der überwiegende Anteil der CrossFit-Athleten und Athletinnen (75 Prozent) trainiert mindestens einmal pro Woche. Fast die Hälfte der CrossFitter besucht die Box sogar häufiger als zweimal in der Woche. Knapp ein Viertel trainiert seltener als einmal pro Woche.

CrossFitter trainieren oft und intensiv


Trainingszeiten

Für die Ermittlung der beliebtesten Trainingszeiten und -tage wurden mehr als 100.000 individuelle Kurs-Buchungen im Wochenverlauf ausgewertet. Jeder Buchungstermin repräsentiert ein wahrgenommenes Training zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Die Nachfrage nach CrossFit-Training ist montags im Vergleich zu Sonntag fast dreimal so hoch. Viele Athleten und Athletinnen nutzen das Wochenende und vor allem den Sonntag als Ruhe- und Regenerationsphase.

Dementsprechend hoch ist die Motivation, am Anfang der Woche wieder in das Training einzusteigen. Die größte Buchungspräferenz liegt in der Zeitspanne zwischen 17 und 19 Uhr, zu dieser Zeit werden auch die meisten Kurse angeboten.


Die zeitliche Nachfrage nach CrossFit-Kursen entspricht damit den Stoßzeiten in Fitnessstudios und bei vergleichbaren Fitnessanbietern. Die vermehrten Buchungen zwischen 9 und 12 Uhr ergeben sich aus den am Wochenende angebotenen Kursen. Samstags und sonntags werden vormittags und um die Mittagszeit herum mehr Kurse gebucht als abends.

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Bilder: Gruppentraining - CrossFit am Dom


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